{"id":38,"date":"2022-08-31T15:45:36","date_gmt":"2022-08-31T13:45:36","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.abo.fi\/tyska\/?p=38"},"modified":"2022-08-31T15:45:48","modified_gmt":"2022-08-31T13:45:48","slug":"38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.abo.fi\/tyska\/2022\/08\/31\/38\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>Mats Rosenqvist<\/p>\n<p>Herbst 2021<br \/>\nAustausch in G\u00f6ttingen<\/p>\n<p>Am 3. Oktober bin ich mit meiner Freundin Anna nach Frankfurt geflogen. Da es Deutschlands Nationaltag war, dachten wir, dass wir viele Fahnen sehen w\u00fcrden. Das war aber nicht der Fall. Die Deutschen empfinden noch Scham dar\u00fcber, was in der Geschichte passiert ist und wollen deswegen keine Fahnen sehen. Die Zugreise von Frankfurt nach G\u00f6ttingen ist ziemlich gut gelungen. Wir mussten zweimal umsteigen und weil wir viel Gep\u00e4ck hatten, war das nicht problemlos. Bald hatten wir G\u00f6ttingens Hauptbahnhof erreicht und jetzt haben wir nur einen kurzen Spaziergang zu unserem Haus gemacht. Unser Vermieter war sehr h\u00f6flich und er hatte sogar unseren Raum vorbereitet. In dem so genannten \u201cMystical Room\u201d gab es ein breites Bett und ein Sofa mit einem Tisch. Au\u00dferdem hatte der Raum einen Turm der Prinzessint\u00fcrmchen hie\u00df. Da es dort einen Schreibtisch gab, habe ich oft an diesem Platz studiert. <\/p>\n<p>Die Wohnung, die wir auf der Webseite wg-gesucht.de gefunden hatten, bestand aus vier Schlafzimmern einem Badezimmer und einer K\u00fcche. Unser Vermieter Emil wohnte in einem Zimmer und die drei \u00fcbrigen vermietete er als AirBnb. Am ersten Abend hat Emil seine Spezialit\u00e4t, Cold Brew Coffee gemacht. Meiner Meinung nach hat es nicht so gut geschmeckt, aber ich dachte, dass ich h\u00f6flich sein muss und habe die ganze Tasse getrunken. Trotz des gef\u00e4rlichen Kaffees hatte Emil auch viele positive Eigenschaften. Er kannte n\u00e4mlich fast alle Menschen in G\u00f6ttingen und dadurch haben wir auch viele Menschen getroffen. Jeden Freitag und Samstag fand Vortrinken in der K\u00fcche statt. Emil hat Cuba Libre gemacht und ich habe einen eigenen Cocktail mit dem Name \u201cAnna\u201d gemacht. Die deutschen M\u00e4dchen haben dieses Getr\u00e4nk geliebt und sp\u00e4ter habe ich Emil das Rezept gegeben. Nach dem Vortrinken sind wir fast immer zu der Bar \u201cDuke\u201d gegangen. Duke hatte tolle Hamburger und leider war das Bier zu billig. In Finnland trinke ich Apfelsaft in der Bar und Bier nur in der Sauna aber in G\u00f6ttingen musste ich eine Ausnahme machen. Seit ich zur\u00fcck nach Finnland gekommen bin, trinke ich wieder Apfelsaft.<br \/>\nDie Stadt haben wir sehr sch\u00f6n gefunden. Sie ist ziemlich klein und deswegen kann man alles zu Fu\u00df oder mit dem Fahrrad erreichen. Es gibt eine Hauptstra\u00dfe (Weender Stra\u00dfe) wo man fast alles finden kann. Hier gibt es zum Beispiel zahlreiche Restaurants, Caf\u00e9s, Kneipen und L\u00e4den. Au\u00dferdem kann man das ber\u00fchmte G\u00e4nseliesel, die meistgek\u00fcsste Frau der Welt, finden. G\u00f6ttingen besteht auch aus sch\u00f6ner Natur. Wir haben die Kiessee und den Botanischen Garten besucht. Als wir den Botanischen Garten besuchten, haben wir auch einen Weinladen (Jacques Wein-Depot) gefunden. Dort gab es ein sehr nettes Personal und bevor wir zwei Flaschen Wein gekauft hatten, durften wir ein paar Glas Wein schmecken.<\/p>\n<p>Einen Tag sind wir mit dem Zug nach Hamburg gefahren. Mit dem Studienausweis konnten wir ohne weitere Kosten reisen. Leider hatten wir \u00fcber 300 Euro f\u00fcr den Ausweis bezahlt und deswegen wollten wir ihn auch viel nutzen. Der Zug war fast zwei Stunden zu sp\u00e4t und wegen der Versp\u00e4tung mussten wir schon in Harburg umsteigen und mit der S-Bahn nach Hamburg fortsetzen. In Hamburg haben wir Peter und Anna getroffen. Sie waren Austauschstudierende in Turku 2019. Mit ihnen haben wir einen Gro\u00dfteil von der Stadt gesehen, Kaffee getrunken und Tex Mex gegessen. Die deutsche Anna hat auch viel von der Geschichte der Stadt erz\u00e4hlt.<br \/>\nWir sind auch nach Hannover gefahren. Dort gab es viele Sehensw\u00fcrdigkeiten, zum Beispiel das Neue Rathaus und die Altstadt. Wir haben Fast Food gegessen und wir sind auch schoppen gegangen.<\/p>\n<p>Die Orienterungsphase oder die O-Phase habe ich sehr toll gefunden. Ich habe viele andere Studenten getroffen und ich habe zum Beispiel an einem Dramenlesen und einer Stadtorienterung teilgenommen. Anna hatte leider keine O-Phase, aber sie hat teilweise an meiner O-Phase teilgenommen. Nach dem Dramenlesen habe ich Jordan getroffen. Er war in Turku in 2020 und hatte wegen Covid-19 nicht so viele Finnen getroffen. Deswegen hat er sich sehr gefreut Anna und mich zu treffen. Bei ihm haben wir auch vorgetrunken und sp\u00e4ter sind wir zu einer Bar mit dem Namen Alpenmax gefahren. Leider war die Warteschlange zu lang und wir sind nicht reingekommen. Wir haben auch Jordans Freund Marius getroffen. Er war immer positiv und voller Energie. Ich versuchte ihm einige schwedische Redewendungen beizubringen aber es ist nicht so gut gelungen.<br \/>\nDas Studium ist gut gelaufen. Am Anfang hatte ich drei Kurse in Pr\u00e4senz und zwei Kurse online. Wegen Covid-19 waren sp\u00e4ter alle Kurse online. Ich hatte Kurse in Literatur, Medi\u00e4vistik und Linguistik. Au\u00dferdem habe ich an zwei Sprachkursen teilgenommen. Ich habe alle Kurse gemocht und der Kurs in Medi\u00e4vistik war sehr interessant, als wir ein Buch von dem Mittelalter (Iwein, Hartmann von Aue) lesen sollten. Covid-19 hatte auch andere Folgen &#8211; Man musste fast immer eine Maske tragen und oft seinen Impfungs- oder Testnachweis zeigen.<br \/>\nWas ich komisch fand, war dass, wenn wir zu der Mensa gegangen sind, keine Maske tragen mussten.<\/p>\n<p>Die Georg-August-Universit\u00e4t in G\u00f6ttingen ist ziemlich gro\u00df. In G\u00f6ttingen gibt es 120.000 Einwohner und davon sind 31.000 Studenten. Ich habe bei dem S\u00fcdcampus studiert. Dort kann man zum Beispiel humanistische F\u00e4cher, Jura und \u00d6konomie studieren. Bei Nordcampus dagegen studiert mann Naturwissenschaft.<\/p>\n<p>In G\u00f6ttingen habe ich weniger Deutsch als erwartet und gew\u00fcnscht gesprochen. In Superm\u00e4rkten sagt man nicht mehr als \u201cHallo!\u201d und \u201cNein danke.\u201d und mein Vermieter sprach lieber Englisch mit mir. Zum Gl\u00fcck habe ich andere Studenten getroffen und habe mit ihnen meistens Deutsch gesprochen. Ich w\u00fcrde sagen, dass mein Deutsch besser geworden ist, aber ich h\u00e4tte gern mehr ge\u00fcbt.<\/p>\n<p>Da alle Kurse online waren, haben wir beschlossen, fr\u00fcher zur\u00fcck nach Finnland zu kommen. Da wir wussten, dass der Zug versp\u00e4tet sein kann, sind wir fr\u00fch von G\u00f6ttingen abgefahren. Diesmal gab es keine Versp\u00e4tung und deswegen mussten wir zwei Stunden auf dem Flughafen warten. Das haben wir ganz ironisch gefunden. Trotz negativen Auswirkungen von Covid-19 haben wir den Austausch gemocht und wir fahren gern nach G\u00f6ttingen in der Zukunft. Wir haben so viele nette Menschen getroffen, die wir noch sehen wollen. Ich w\u00fcrde einen Austausch in Deutschland und warum nicht G\u00f6ttingen warm empfehlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mats Rosenqvist Herbst 2021 Austausch in G\u00f6ttingen Am 3. Oktober bin ich mit meiner Freundin Anna nach Frankfurt geflogen. 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