{"id":41,"date":"2023-01-18T14:05:31","date_gmt":"2023-01-18T13:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.abo.fi\/tyska\/?p=41"},"modified":"2023-01-18T14:05:31","modified_gmt":"2023-01-18T13:05:31","slug":"41","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.abo.fi\/tyska\/2023\/01\/18\/41\/","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p>                             Mein Austausch in Dresden<br \/>\n                       \t\t\tAlexander Laurent Bock, 1901289<br \/>\nIch hatte mich recht fr\u00fch entschieden, meinen Austausch in Dresden zu machen. Ich bin mir nicht sicher, warum. Ich denke, ein Grund k\u00f6nnte mein Interesse am Zweiten Weltkrieg sein und Dresden wurde w\u00e4hrend des Krieges fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. In meiner Jugend hat mein Vater auch immer Sachsen erw\u00e4hnt. Es war sein Lieblingsbundesland in Deutschland. Ich glaube, ich war fest entschlossen, als ich Bilder der Stadt sah, die Architektur war so sch\u00f6n, dass ich sofort dachte, dass ich das selbst erleben muss. Die Universit\u00e4t, an der ich studierte, war die Technische Universit\u00e4t Dresden. Die Universit\u00e4t ist viel gr\u00f6\u00dfer als die \u00c5bo Akademi. Die Technische Universit\u00e4t Dresden hat 30 000 Studenten und ich konnte den Unterschied wirklich sp\u00fcren. Das war mehr eine Einf\u00fchrung, ich werde hier darstellen, wie mein Austausch war und was ich w\u00e4hrend meines Aufenthalts gemacht habe.<br \/>\nDie Reise nach Deutschland war m\u00fchelos. Ich hatte alles weit im Voraus geplant und gebucht, und deshalb lief alles wirklich problemlos. Das einzig Schlimme bei meiner Ankunft war, dass es regnete und ich v\u00f6llig durchn\u00e4sst in meinem Hostel ankam. Ich war zwei N\u00e4chte im Hostel geblieben, weil ich meinen Schl\u00fcssel f\u00fcr mein Studentenwohnheim erst einige Tage sp\u00e4ter abholen konnte. Das hat auch gut funktioniert. Die Immatrikulation einige Tage sp\u00e4ter war etwas problematischer. Es hat gut funktioniert, aber es war eine Menge B\u00fcrokratie. Die Deutschen lieben ihr Papier wirklich.<br \/>\nDer erste Tag an der Universit\u00e4t bestand nur aus Informationen und danach gab es eine Messe, bei der man die Studentenvereinigung in Dresden kennen lernen konnte. Ich habe mich sofort bei einigen davon angemeldet, vor allem bei ESN (Erasmus Student Network). Die ersten Wochen waren etwas schwierig, weil ich versucht habe, alles zu erledigen, was noch nicht erledigt war, und versuchte mich an eine neue Umgebung zu gew\u00f6hnen, aber es hat nicht lange gedauert. Ich habe sehr schnell Freunde gefunden. Ich fand Freunde, die dieselben Vorlesungen besuchten, aber die meisten fand ich bei den ESN-Veranstaltungen. Es gab eine Menge verschiedener Aktivit\u00e4ten. Bei den w\u00f6chentlichen Veranstaltungen sind wir jeden Montag in eine neue Bar gegangen und haben einfach nur geredet und Brettspiele gespielt. Jeden Dienstag gab es eine L\u00e4nder-Party, bei der eine Person aus einem Land eine Pr\u00e4sentation \u00fcber ihre Nation hielt und eine in ihrem Land bekannte Delikatesse kochte. Ich war auch Gastgeber in einer dieser Partys. Ich hielt eine Pr\u00e4sentation und kochte Karelische Pirogen f\u00fcr 120 Leute (Eierbutter war nat\u00fcrlich auch dabei). Ich bekam Hilfe von meinen Freunden, insbesondere von Chris (aus S\u00fcdkorea), der mir beim Backen der Piroggen half. Au\u00dferdem habe ich an einer gef\u00fchrten Stadttour teilgenommen, wir waren wandern, schwimmen, Kajak fahren, sind ins Kino gegangen, haben Restaurants ausprobiert und vieles mehr. Die Erfahrungen waren endlos. Ein weiterer H\u00f6hepunkt war, dass meine Freunde aus Finnland zu Besuch kamen. Es war ein tolles Gef\u00fchl, ihnen die Stadt zu zeigen und sie mit meinen neuen Freunden bekannt zu machen. Sie waren erstaunt, wie schnell und gut ich mich eingef\u00fcgt hatte.<br \/>\nLassen wir \u00fcber das Wichtigste sprechen, warum ich diesen Austausch gemacht habe. Die Studien. Ich hatte einige Ideen, was ich studieren wollte, bevor ich ankam, aber danach habe ich vieles ge\u00e4ndert. Ich fand andere Studieng\u00e4nge einfach interessanter, also habe ich mich daf\u00fcr beworben, nat\u00fcrlich nach R\u00fccksprache mit Hanna. Das waren die Kurse, die ich besucht und f\u00fcr die ich Credits bekommen habe:<br \/>\n(Die rot markierten Kurse waren Teil eines Moduls)<br \/>\nSeminar: Einf\u00fchrung in das Fach Detusch als Fremd- und Zweitsprache \u2013 6 ECTS<br \/>\nVorlesung: Einf\u00fchrung in das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache \u2013 4 ECTS<br \/>\nGrammatik im DaF- und DaZ-Unterricht \u2013 6 ECTS<br \/>\nLiteratur und Literaturwissenschaft in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache \u2013 2 ECTS<br \/>\nRassismuskritik aus der Perspektive DaF\/DaZ &#8211; 2 ECTS<br \/>\nAlle meine Kurse drehten sich um DaF\/DaZ, was im Nachhinein betrachtet vielleicht zu viel war. Aber andererseits bereue ich nichts, denn es war wirklich interessant und ist f\u00fcr mein Lehramtsstudium wirklich relevant. Die Kurse waren am Anfang schwierig, weil es viele neue W\u00f6rter und Begriffe gab, die ich nicht verstanden habe. Aber ich habe sie nach einigen Wochen schnell gelernt, so dass es am Ende kein Problem mehr darstellte. Die Seminare waren allerdings anstrengend, besonders das Seminar Rassismuskritik aus der Perspektive DaF\/DaZ. Wir waren ein Kurs von 30 Leuten und alle waren Deutsche und wir haben viel diskutiert. Wir mussten viele Artikel lesen, und es hat lange gedauert, bis ich damit fertig war. In den Diskussionen habe ich nicht viel beigetragen, aber ich war ganz froh, dass ich alles verstanden habe, was gesagt wurde. Alle waren auch sehr respektvoll und hatten Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass Deutsch nicht meine erste Sprache war. Ich war froh, dass ich allein durch meine Teilnahme 2 ECTS erhalten habe. Die Pr\u00fcfungsleistungen waren hart gewesen.<br \/>\nEin weiterer Punkt, den ich erw\u00e4hnen m\u00f6chte, ist, wie toll und hilfreich meine Lehrer waren. Ich habe viel von deutschen Lehrern geh\u00f6rt, dass sie ihre Autorit\u00e4t sch\u00e4tzen und dass sie ein bisschen arrogant sein k\u00f6nnen. Bei meinen Lehrern war das nicht der Fall, aber ich hatte einige Freunde, die sicherlich solche Lehrer erlebt haben. Ich denke, ein wichtiger Grund, warum meine Lehrer so verst\u00e4ndnisvoll waren, ist, dass sie alle DaF\/DaZ-Lehrer waren. Sie wissen aus erster Hand, wie schwer es sein kann, eine Sprache zu lernen.<br \/>\nAlles in allem bin ich froh, dass ich diesen Austausch gemacht habe und dass ich die M\u00f6glichkeit dazu hatte. Ich habe viel gelernt und Freunde f\u00fcrs Leben auf der ganzen Welt gefunden. Das Einzige, was ich ge\u00e4ndert h\u00e4tte, w\u00e4re, bei einer deutschen Familie zu leben, damit ich noch mehr Deutsch h\u00e4tte h\u00f6ren k\u00f6nnen. Ich habe viel Englisch mit meinen Freunden gesprochen, weil viele von ihnen dort nicht Deutsch gelernt haben. Aber mein Deutsch hat sich am Ende verbessert, also kann ich mich nicht beschweren. Zum Schluss kann ich noch sagen, dass mich eine Freund Chris im September in \u00c5bo besucht hat (der, den ich vorher erw\u00e4hnt habe). Er konnte &#8221;gulisintagning&#8221; und viele andere einzigartige finnische Traditionen miterleben. Er liebte die Sauna! Ist es nicht erstaunlich, dass ich einen Freund aus S\u00fcdkorea zu Besuch in Finnland hatte? Was f\u00fcr eine Welt!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Austausch in Dresden Alexander Laurent Bock, 1901289 Ich hatte mich recht fr\u00fch entschieden, meinen Austausch in Dresden zu machen. Ich bin mir nicht sicher, warum. Ich denke, ein Grund k\u00f6nnte mein Interesse am Zweiten Weltkrieg sein und Dresden wurde w\u00e4hrend des Krieges fast vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. 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